Perspektivwechsel - Demokratie erleben & verstehen

Wie entsteht Extremismus – und wie gelingt der Ausstieg?
Extremismus-Aussteiger Philip Schlaffer und Axel Reitz reden offen über Radikalisierung, Gewalt, Gruppendruck und ihren Weg raus aus der rechtsextremen Szene.

Öffentliche Abendveranstaltung:
Do., 29.01.2026 | 19 Uhr
Multifunktionshalle 

In einem Talk- & Dialogformat geht es um Demokratie, Meinungsfreiheit, Streitkultur und Verantwortung – mit Raum für Fragen, Diskussion und unterschiedliche Perspektiven.

Tickets: 5 Euro
 ab 5. Januar erhältlich
Haus der Jugend Einbeck (Mo–Fr, 14–18:30 Uhr)

Demokratie braucht Dialog, Aufklärung und Mut.
Seid dabei und bringt euch ein!

Wie entsteht Extremismus – und wie gelingt der Ausstieg? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Ende Januar 2026 ein Präventions- und Bildungsprojekt in der Multifunktionshalle Einbeck. Unter dem Titel „Perspektivwechsel – Demokratie erleben und verstehen“ stehen politische Bildung, Dialog und die Stärkung demokratischer Werte im Mittelpunkt. Hauptakteure des Projekts sind die beiden bekannten Extremismus-Aussteiger Philip Schlaffer und Axel Reitz, die offen und selbstkritisch über ihre Biografien, Radikalisierungsprozesse und ihren Ausstieg aus der rechtsextremen Szene berichten.

Geplant ist ein zweitägiges Veranstaltungsformat am 28. und 29. Januar 2026, das sich insbesondere an Jugendliche, junge Erwachsene sowie pädagogische Fachkräfte richtet. Das Projekt wird von der Multifunktionshalle Einbeck gemeinsam mit Extremislos e.V. und der Polizei sowie Schulen und weiteren Präventionspartnern umgesetzt. An den Vormittagen finden Schulveranstaltungen statt, bei denen Schlaffer und Reitz in Impulsvorträgen und moderierten Fragerunden Einblicke in die Mechanismen extremistischer Szenen geben. Thematisiert werden unter anderem Gruppendruck, Ideologien, Gewalt, Online-Radikalisierung und die Frage, warum junge Menschen anfällig für extremistische Angebote werden.

Ehemalige Szene-Insider als Präventionsarbeitende

Philip Schlaffer war in den 1990er- und 2000er-Jahren tief in der gewaltbereiten Neonazi- sowie später in der Rocker- und Rotlichtszene verstrickt. Heute engagiert er sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt. Seine Vorträge gelten als besonders eindrücklich, da sie nichts beschönigen und die realen Konsequenzen extremistischer Lebenswege aufzeigen.

Axel Reitz, früher eine der bekanntesten Figuren der deutschen Neonazi-Szene, hat sich bereits 2012 vollständig vom Extremismus losgesagt. Heute arbeitet er als zertifizierter Anti-Gewalt-Trainer, Deeskalationscoach und Referent für staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen. In seinen Vorträgen analysiert er Radikalisierungsprozesse und zeigt Wege auf, wie Prävention und Deradikalisierung gelingen können.

Öffentliche Abendveranstaltung am 29. Januar um 19 Uhr

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts ist die öffentliche Abendveranstaltung am Donnerstag, 29. Januar 2026, um 19 Uhr in der Multifunktionshalle Einbeck. Eintrittskarten können ab dem 5. Januar, montags bis freitags zwischen 14 – 18:30 Uhr, für 5 Euro im Haus der Jugend im Kohnser Weg 3b erworben werden. 

In einem Talk- und Dialogformat diskutieren Schlaffer und Reitz über Demokratie, Meinungsfreiheit, politische Streitkultur und gesellschaftliche Verantwortung. Das Publikum soll aktiv einbezogen werden: Fragen, Diskussionen und unterschiedliche Perspektiven sind ausdrücklich erwünscht. Ziel ist es, demokratische Auseinandersetzung erlebbar zu machen und Raum für kontroverse, aber respektvolle Gespräche zu schaffen. Denn Demokratie braucht Aufklärung, Dialog und den Mut, auch schwierige Themen offen anzusprechen.