Förderverein für Headbanger-Festival gegründet
Schon früh in den Planungen für das Headbanger-Metalfestival war klar, die Veranstaltung für Menschen mit Behinderung zu optimieren. Vertreter der veranstaltenden Brauhaus AG, Dluxe-Media und Einbeck Marketing haben gemeinsam beschlossen,
einen Verein ins Leben zu rufen, der sich speziell für diese Belange engagiert.
„Ich hatte ein paar Kandidaten im Kopf, die ich vorsichtig um Unterstützung bitten wollte“, verrät Kay Weseloh, Geschäftsführer der Einbeck Marketing. „Dass schließlich alle, die ich gefragt habe, augenblicklich ‚Ja!‘ gesagt haben, macht uns glücklich.“
Die positiven Resonanzen zum Headbanger-Festival hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt. „Alle Gründungsmitglieder sind von der Idee des Festivals und von der konzentrierten Förderung der Teilhabe begeistert“, berichtet Weseloh. Mit
der Gründung des Vereins „Kulturelle integrative Teilhabe Einbeck – KITE e. V.“ habe man jetzt eine Struktur geschaffen, um das gemeinsame Ziel für das Headbanger-Festival, aber künftig auch für weitere Veranstaltungen in
Einbeck, voranzutreiben.
Auf der Gründerversammlung wurde folgender Vorstand gewählt: Den Vorsitz übernimmt Rechtsanwalt Florian Rauch. Neben seiner juristischen Expertise bringt er über 30 Jahre Erfahrung als Musiker mit. „Gerade heute brauchen wir mehr Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen und Kultur als Gemeinschaft erlebbar machen. Und natürlich sollte jeder daran teilhaben können – dafür setzen wir uns ein.“
Sein Stellvertreter ist Stephan Richter, der knapp 20 Jahre die Geschicke des Einbecker Vereins „Jugendinitiative Musik in Einbeck e. V.“ (Jimie) geleitet hat und umfangreiche Er- fahrung im Veranstaltungsmanagement bei-
trägt. Er übernimmt unter anderem die Pressearbeit des Vereins.
Die Position des Schatzmeisters übernimmt Dr. phil. Alexander Naumenko-Kühne. Der gebürtige Einbecker unterstützt den Verein nicht nur als „Herr der Zahlen“, sondern auch mit seiner Expertise in Kommunikation und
Antragswesen. Sein Stellvertreter ist Florian Geldmacher, ehemaliger Geschäftsführer von Einbeck Marketing und in Politik sowie Vereinsarbeit bestens vernetzt.
Florian Spieker von „Spieker Fotografie & Videografie“ komplettiert den Vorstand als Beisitzer. Er verantwortet den medialen Auftritt und das Erscheinungsbild von KITE und bringt zusätzlich unternehmerische Erfahrung
ein.
Brauerei-Vorstand Marc Kerger zeigt als Gründungsmitglied seine Freude über die Ge- burt von „KITE“: „Der Verein engagiert sich für Strukturen, damit Menschen mit Beeinträchtigung an Großveranstaltungen wie zum
Beispiel dem Headbanger Festival gleichberechtigt teilnehmen können – professionell organisiert, respektvoll begleitet und mit dem klaren Ziel echter Inklusion. Es geht nicht um Sonderlösungen, sondern um Selbstverständ-
lichkeit: Menschen mit Beeinträchtigung sollen Konzerte und Festivals genauso frei, sicher und freudvoll erleben können wie alle anderen“.
Für eine derart große Unternehmung wie der Veranstaltung des Headbanger-Festivals ist ein Verein, der sich professionell und umfassend darum kümmert, dass Menschen mit
Beeinträchtigung nicht nur dabei sein können, sondern sich als Gäste wertgeschätzt und gut behandelt fühlen.
Auch der Geschäftsführer von Dluxe Media, Tobias Langer, der das Festival federführend gestaltet, freut sich über die erfolgreiche Vereinsgründung. „Der organisatorische Aufwand für das Festival ist riesig“, berichtet er. „Dass sich so viele Akteure
gefunden haben, die ehrenamtlich die integrative Teilhabe sicherstellen, ist für uns ein Gewinn.“
Im Rahmen der Gründerversammlung gab es zudem eine große Überraschung für alle Beteiligten. Kristiane Rüttgerodt, Verlegerin der Einbecker Morgenpost, hatte im Vorfeld von Weseloh von den Planungen für die Vereinsgründung erfahren und augenblicklich ihre Unterstützung zugesichert, sodass auch die Einbecker Morgenpost als Gründungsmitglied eingetragen ist.
Neben den Vorstandsmitgliedern und den zwei Vereinsmitgliedern Brauhaus AG sowie Einbecker Morgenpost dankt Weseloh vor allem Rechtsanwältin Marie Laves von der „Kanzlei am Gericht“ – sie habe als Gründungsmitglied bereits viel Zeit und Energie in die professionelle Vorbereitung der Versammlung investiert und sei stets ein verlässlicher Ratgeber, „wenn man mal nicht weiterweiß“.
„Jetzt beginnt die operative Arbeit“, teilt der Vorsitzende Florian Rauch mit. Es müsse nun eine Vereinsstruktur geschaffen werden, damit man sich schnellstmöglich dem eigentlichen Zweck widmen könne – die kulturelle integrative Teilhabe in Einbeck voranzutreiben.
Als Beispiel für Maßnahmen, um die man sich kümmern wolle, nannte er etwa, den Bau einer Rampe für Rollstuhlfahrer.
„Wir wollen, dass jede und jeder das Festival und weitere Veranstaltungen genießen kann – dafür setzen wir uns ein!“
Wer Fragen zum Verein hat, kann sich zunächst per E-Mail an kite-foerderverein@gmx.de an den Vorstand von KITE wenden.
