Mountainbike- und Downhill-Strecken in Einbeck

Der Jugendpfleger ist begeistert, und die Ausschussmitglieder, die die Steigung im Wald bewältigt hatten, waren es auch: Der Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales hat bei seiner jüngsten Sitzung die Mountainbike-Strecke besichtigt, die derzeit im Einbecker Stadtwald entsteht. Auf rund 750 Metern Länge haben Freiwillige – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – einen abwechslungsreichen Trail angelegt. Besonders bemerkenswert: Bisher hat das Projekt gerade mal ein Jahr gedauert. Die Mühlen mahlen sonst langsamer.

Es sei, stellte Jugendpfleger Henrik Probst fest, »absolut genial«, was man in diesem einen Jahr seit der Antragstellung schon vorweisen könne. Viel Vorarbeit musste geleistet werden. Genehmigungen waren einzuholen, aber alles sei ziemlich zügig gegangen. Mountainbiken sei zudem derzeit so angesagt, dass sofort eine starke Mannschaft von inzwischen bis zu 60 Personen dabei war, um mit zu bauen und auszuprobieren. Es habe, freute er sich, noch nie eine solche Resonanz auf ein Jugend-Vorhaben gegeben. Hinzu komme, dass dies in der Pandemie der beste Sport überhaupt sei: Bewegung im Freien, in frischer Luft im Wald. Großes Lob zollte er dem »super engagierten und organisierten« Team mit Mitwirkenden von elf bis 70 Jahren: Seit Dezember hätten sie hier eine super Leistung gezeigt, das sei wie eine Maschinerie, die ins Laufen gekommen sei.

Gestartet wurde direkt nach Weihnachten, und seither habe es zehn Bautage gegeben, berichtete André Gehl: Jeweils 20 Leute waren dabei im Wald, die Einsätze dauerten ungefähr fünf Stunden, so dass bereits etwa 1.000 Arbeitsstunden in diesem Vorhaben steckten. Im oberen Bereich habe man den Rohbau schon abgeschlossen. Noch drei Bautage, so die Schätzung, dann sei die Strecke fertig. Die Fertigstellung beziehungsweise Einweihung ist für April vorgesehen, am liebsten auch mit einer kleinen Feier.

Wichtig, führte Henrik Probst aus, sei bei dieser Idee gewesen, sich auf einen Teil des Waldes zu konzentrieren, um bewusst wildes Fahren zu vermeiden, sondern stattdessen den Sport zu kanalisieren. Deshalb habe man es so angehen müssen, dass die Strecke nicht zu langweilig sei, dass sie aber auch so beschaffen sei, dass sie von jedem sicher befahren werden könne. Dazu wurden beispielsweise die Rampen breit genug angelegt, dass man dort auch kurzfristig noch stoppen kann und es zudem Möglichkeiten der Umfahrung gibt. Man habe den sogenannten Drop und auch die Kurven so konstruiert, dass sie auch für Anfänger attraktiv seien, dass es zugleich auch für Fortgeschrittene aber nicht langweilig werde. Der Einstieg in die Strecke befindet sich in der Nähe des Kaiser-Friedrich-Turms.

Im oberen Teil wurde ein Mineralgemisch mit Kalkschotter aufgebracht, weiter unten ist die Route naturbelassen. Rund 30 Tonnen Material haben die Beteiligten inzwischen auf der Strecke verbaut, von oben mit Schubkarren nach unten gefahren.

Eine Beschilderung, mit der auf die Regeln und auf die erforderliche Schutzausrüstung hingewiesen wird, soll noch erfolgen. Auch auf das Kreuzen zu Wanderwegen wird noch gesondert hingewiesen, damit die verschiedenen Waldnutzer aufeinander Rücksicht nehmen.

Es sei spannend zu erleben, was aus so einem Antrag werde, stellte Detlef Martin, SPD, nach der Besichtigung fest. In diesem Fall könne man wirklich nur »Chapeau!« sagen. Wenn Henrik Probst berichte, er habe für Projekte noch nie einen solchen Zulauf erlebt, dann könne man sagen, dass das die richtige Entscheidung gewesen sei, diese Möglichkeit zu eröffnen. Wer Mountainbike fahren wolle, sollte auf der Strecke fahren und nicht »irgendwo« herumkurven, das sei der Nutzen. Er dankte dem tollen Team mit so vielen Beteiligen, und er hoffe, dass es in der Schlussphase noch gut weiterlaufe.

Auf die Frage der Ausschussvorsitzenden Eunice Schenitzki, SPD, ob die Gruppe noch Unterstützung brauche, kündigte André Gehl an, es sei die Gründung eines Vereins zur Pflege und zum Ausbau weiterer Strecken in Planung. Zurzeit seien sehr viele Aktive dabei, das sei hervorragend.

Wenn sich dabei sogar Jugendliche am Sonnabendmorgen auf den Weg in den Wald machten, um dort mit anzupacken zeige das, wie wichtig ihnen dieses Projekt sei. Weitere Hilfe und auch künftige Vereinsmitglieder seien immer gern gesehen Mountainbiken sei ein großartiger Sport, er locke die Jugendlichen weg von der Playstation und sie würden beim Fahren und auch bei dieser Aktion Verantwortung übernehmen.

Es sei hervorragend, dass so viele Jugendliche sich hier engagieren würden, lobte Eunice Schenitzki: »Sie haben einen guten Job gemacht«, dankte sie allen Beteiligten.

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