Bunte Kreidebilder statt Weltkindertagsfest

(Artikel em)

Die Corona-Pandemie hat auch dafür gesorgt, dass das Fest zum Weltkindertag in diesem Jahr nicht stattfinden konnte. Damit Kinder trotzdem einen schönen Tag haben, hat das Team vom Einbecker Kinder- und Familienservicebüro (EinKiFaBü) Aktivitätstüten vorbereitet. Immerhin mehr als 1.000 Papiertaschen haben Lene Garus-Jochumsen und Madlen König vom EinKiFaBü für verschiedene Altersstufen gefüllt mit Basteleien wie beispielsweise Wurfbechern, Pinnwänden, Tassen zum Bemalen, Traumfängern oder Nagelbildern. Darüber hinaus gab es Straßenmalkreide. Die Tüten wurden am vergangenen Sonnabend am EinKiFaBü am Hallenplan 9 unter Einhaltung der aktuellen Hygienemaßnahmen vergeben. Gerade die Kinder seien in den vergangenen Monaten oft stille und unsichtbare Leidtragende der Einschränkungen des Alltags gewesen.

Umso wichtiger sei es nun, zum diesjährigen Weltkindertag jedem Kind eine sichtbare Stimme zu geben und genau hinzuhören, was es zu sagen hat, meint UNICEF. Gemeinsam mit Kommunen wie Einbeck startete die Organisation deshalb die kreative Mitmach-Aktion, an der sich jedes Kind und jede Familie an jedem Ort beteiligen und sich mit bunter »Street Art« für die Rechte der Kinder einsetzen konnte. Zum diesjährigen Weltkindertag unter dem Motto »Kinderrechte schaffen Zukunft« eroberten Kinder – wie Lorenz auf dem Foto – also den öffentlichen Raum für sich und gaben Anstöße für eine kindgerechte Gestaltung ihrer Umgebung.

Die Kinder waren aufgefordert, sich zu überlegen, was sie sich für die direkte Nachbarschaft wünschen, welche Spiel-, Freizeit- oder Lernstätten fehlen  und was es braucht, um Kommunen kinderfreundlicher und lebenswerter für alle zu machen. Genau das konnten die Kinder in bunten Kreidebildern auf die Straße bringen.